Sicherung und Sanierung der ehemaligen Dachpappenfabrik beginnt

Sicherung und Sanierung der ehemaligen Dachpappenfabrik beginnt

Altlastensanierung

Lang erwartete Altlastensanierung an einem Altstandort beginnt: Das Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik Büsscher & Hoffmann Eberswalde liegt zentral neben dem Bahnhof der Stadt. Es handelt sich um eine ca. 15.000 Quadratmeter große Fläche mit bedeutenden großflächigen Altablagerungen. Durch die Altablagerungen kann es zur Belastung des Grundwassers kommen. „Nach langjährigen Untersuchungen und Abstimmungen mit den zuständigen Behörden wurde nun festgelegt, die Altlast am bestehenden Standort zu sichern und damit die Gefährdung des Grundwassers zu verhindern. Eine komplette Entfernung der Altlasten hätte etwa 37 Millionen Euro gekostet und war aus finanziellen Gründen bisher nicht realisierbar“, erklärt Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner zu den Gründen des langen Prüfprozesses. Unter anderem wurde eine alternative Variante erarbeitet, die die Grundwasserbelastung verhindert und den Altstandort sichert, aber in einem realisierbaren Rahmen.

Planung für die Sicherung der Altlastenfläche

Im Jahr 2017 wurde durch die Stadt die Planung für die Sicherung der Altlastenfläche beauftragt und durchgeführt. Mit dieser Planungsunterlage wurden beim Land Fördermittel beantragt. Im Januar 2018 erhielt die Stadt vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung den Fördermittelbescheid in Höhe von ca. 1.378.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Die ersten Arbeiten

Die ersten Arbeiten auf dem Gelände wie der Abriss der Gebäude, die Fällung und Rodung der Bäume und des Aufwuchses wurden im Januar dieses Jahres öffentlich ausgeschrieben und der Auftrag erteilt. „Diese Arbeiten haben am
12. Februar 2018 begonnen und sollen bis etwa Ende März 2018 fertiggestellt sein“, informiert Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler. Den Auftrag hat die Firma Veolia Umweltservice Nord GmbH aus Rostock erhalten. „Beim Abriss der Gebäude können Lärm- und Staubbelästigungen auftreten, die jedoch so gering wie möglich gehalten werden. Dazu haben wir im Vorfeld genaue Absprachen getroffen“, so die Tiefbauamtsleiterin.
Die eigentliche Zufahrt zum Gelände erfolgt von der Schöpfurter Straße aus über den Luisenplatz. „Meinem Team ist es aber gelungen, eine Fläche von der Deutschen Bahn zu mieten und damit eine Zufahrtsmöglichkeit von der Heegermühler Straße aus zu schaffen. Außer der Anfahrt für die Baustelleneinrichtung und die Baumfällungen werden somit alle Transporte von der Heegermühler Straße über eine Baustraße auf dem Gelände der Deutschen Bahn und nicht durch das Wohngebiet gehen. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Belästigungen der Anwohner des Wohngebiets durch Baustellentransporte“, ist die Baudezernentin froh.
Nach Beendigung der ersten Arbeiten sollen Anfang April 2018 die eigentlichen Arbeiten zur Abdichtung und Sicherung des Geländes erfolgen. Die Leistungen sind bereits öffentlich ausgeschrieben. Der Auftrag soll im März durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.
Bei diesen Arbeiten wird die gesamte Fläche mit einer Kunststoffdichtbahn, die mit einer ca. 85 Zentimeter starken Bodenschicht und einer Rasenansaat versehen wird, abgedeckt. Im Vorfeld wird auf dem Gelände eine unterirdische Entwässerungsleitung sowie an geeigneter Stelle eine Versickerungseinrichtung hergestellt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Oktober 2018 beendet werden.

Altlasten verbleiben im Boden

„Da die Altlasten im Boden verbleiben, ist eine zukünftige Nutzung nicht möglich. Die Fläche wird zu eine eingezäunten Wildkräuterwiese entwickelt, die dann einen wichtigen ökologischen Beitrag leisten wird. Bäume und Sträucher werden nicht gepflanzt werden können, da die Wurzeln die Kunststoffdichtbahn beschädigen könnten“, so Anne Fellner.
Die gesamte Sicherungs- und Sanierungsmaßnahme wird etwa 1.738.000 Euro kosten, die Eigenmittel der Stadt werden etwa 360.000 Euro ausmachen.

Quelle: Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit Eberswalde   / www.Barnim-Plus.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.